Das Linux für Schulen Projekt

"Wir haben jahrelange Erfahrung in der Nutzung von Linux mit Anwendungsprogrammen in Norwegen" sagte Bjarne Hugo Hansen, Principal der Høle Primary- und Secondary Schule. Nynorsk ist einer von den beiden bedeutenden norwegischen Dialekten, der andere ist Bokmål. Unsere Schulen sparen pro Jahr mindestens NOK 128.000 (Norwegische Kronen) und wir sind in der Lage, neue Software auf alten Computern zu nutzen".

Die meisten unserer Computeranlagen bestehen aus alten, von privaten Firmen gespendeten Computern. Die Bjerke High School mit 370 Schülern hat dreieinhalb Jahre Erfahrung mit Clients und Servern, die mit Linux und KDE und StarOffice laufen. Sie nutzen eine hardwareoptimierte Lsung mit zentraler Server-Administration. "Unsere Schule spart NOK 100.000 pro Jahr" sagt Gro Flaten, Principal von Bjerke.

Am 2. July 2001 fand ein erstes Treffen für das "Skolelinux" Projekt statt. (ein Projekt um eine Linux Lösung für norwegische Schulen zu erschaffen. http://developer.skolelinux.no ). 13 von 25 Projektmitarbiter trafen sich, was gut ist, angesichts der Tatsache, das die Teilnehmer weit verteilt in Norwegen leben. Das Projektziel wurde diskutiert und die Debian Distribution wurde als Plattform ausgewählt, da Petter Reinholdtsen, der die Debian Distribution gut kennt, freiwillig sich zur Erstellung der neuen "Skolelinux" Distribution bereit erklärte. Eivind Trondsen, Linux Evangelist von IBM Norwegen, bot einen build computer an und eine Seite für Entwickler für ein paar Monate im Sommer. Die Ziele, über die wir uns einig waren sind:

Das "Skolelinux" Projekt soll norwegische Nutzer Anwendungen in den beiden norwegischen Dialekten anbieten, Nynorsk und Bokmål, und in der Sami Sprache.

Zu den speziellen Zielen gehören:

Die erste Ausgabe (Version 1.0) von "Skolelinux" ist geplant für März 2002. Sie kann entweder heruntergeladen werden als ein oder mehrere CD Images oder direkt mit apt-get aus dem Internet installiert werden.

Im Laufe von Juli und August wurde die Bokmål Versionen von KDE, Koffice, Abiword und Gnumeric verbessert. Die norwegischen übersetzungen waren schon weit voraus, da daran mehr Übersetzer arbeiteten. Die Bokmål Versionen, an der hauptsächlich nur eine Person arbeitete, wurden durch weitere Übersetzer unterstützt. ZUr Herausgabe von KDE 2.2.1 waren bereits mehr als 300 Nutzer Anwendungen übersetzt in Bokmål und Nynorsk. Zeichensatz Einstellungen undnTastatur Layouts wurden für Sami notwendig, um KDE in Sami zu übersetzen. Das geschah im Laufe des Oktober. đie Übersetzung von OpenOffice schreitet ebenfalls voran. Eine einfache Abschätzung ergab Anfang Oktober, das zwischen 40 und 50 aktive Entwickler und Übersetzer an "Skolelinux" arbeiteten.

To ensure realistic financing of the "Skolelinux" project, the Royal Norwegian Ministry of church, Education and Research granted NOK 200.000 to do an estimate of the total project cost. Noregs Mållag was the main contributor to get this initial funding. Gleichzeitig mit der Vorbereitung des Projektes, eine realistische finanzielle Grundlage zu erhalten, entwickelte sich das Projekt mit voller Geschwindigkeit. Die folgenden Entwicklungsaktivitäten liefen an:

Wir hatten gro▀e Schwierigkeiten Hardware und eine Breitbandanbindung (WLAN) zu unserer Entwicklerseite zu bekommen. Einige Dinge benötigten mehr Zeit als notwendig, besonders mit keinen oder sehr niedrigen Finanzen. Das Geld der Regierung sollte für das erste Projekt und nicht für Hardware, oder um Entwickler- oder Übersetzertreffen zu organisiseren, ausgegeben werden. Wir haben uns, wegen der Hardware und der Entwickler- und Übersetzer Aktivitäten, an die Norwegische Unix User Stiftung gewandt. Ebenso haben wir mit teilweisem Erfolg um finanzielle Unterstützung bei verschiedenen Regionalverwaltungen und Stadtverwaltungen angefragt. Wenn Geld im Spiel ist, tendieren die Dinge eine Menge Zeit zu verbrauchen und der Entwicklungsprozess kommt in Gefahr, sehr langsam zu werden. Für verwaltungstechnische Zwecke gründeten wir eine Mitgliedsorganisation für Interessierte, genannt "Linux i skolen". Am 1. Januar 2002 gab es schon mehr als 100 registierte Mitglieder. Diese Organisation besitzt das "Skolelinux" Projekt, und der Hauptzweck ist, die Nutzung von freier Software in Schulen zu beschleunigen und sicherzustellen, dass die Programme in den beiden norwegischen Dialekten und Sami ausgeliefert werden.

Die Konfiguration des Schulnetzwerkes ist von großer Bedeutung. Sie besteht aus einer Vielfalt von Diensten. X-clients sollen fast ganz alleine starten. Netzwerk, Nameserver und Verzeichnisdienst, Veröffentlichung von Webseiten, Firewall und andere Dienste sollen nach der Installation fertig sein und als Administrations-Arbeitspferd werden wir cfengine benutzen. Es wird eine Netzwerklösung aus der Tüte sein bei der alles fertig konfiguriert und sofort einsatzbereit ist. Schulen können ihre alten PC's nutzen, etwa Pentium 90-200s oder 486s mit der neuesten freien Software. Heute müssen die Schulen mit 4 - 5 Jahre alter, unzuverlässiger Software auskommen. Die Schulen haben die Erfahrung gemacht, dass ihre alte Software häufig ausfällt, mit Viren, Würmern und exploits unbrauchbar gemacht wird. Debian Linux wird hoffentlich diesem Problem ein Ende bereiten und die Schulen werden mehr als 200 Tage die Thinclients und mehr noch die Server nicht rebooten müssen. Und dies in einer "gefährlichen" Schulumgebung, mit Kids überall und jeder Menge Energie und Aktivität.

Der Debian Installer ist in seinem derzeitigen Zustand für uns nicht verwendbar. Linux für Schulen muss so einfach sein, dass Mama es zuhause auf dem PC installieren kann. Die Installationsroutine sollte nur drei Auswahlen anbieten: Sprache, Konfiguration und Quelle, mehr nicht. Der Rest sollte automatisch im Hintergrund passieren. Wir brauchen dazu Programme, die die verschiedene Hardware erkennen, Netzkarten, Grafikkarten, Tastaturen, Mäuse und so weiter. Wir hatten einige Gespräche mit Joey Hess über den Debian Installer, besonders die nächste Version im Herbst. Er war wirklich nett, aber wir hatten einige Schwierigkeiten, ihm etwas Hardware und Essen zukommen zu lassen. Wie schon weiter oben erklärt, die Geldangelegenheit nimmt eine Menge Zeit in Anspruch. In der Zwischenzeit haben wir die Installationsroutinen selbst neu geschrieben - und arbeiten daran, eine Lösung für Herrn Hesses bescheidene Wünsche:

Zurückzukommen zu meinen eigenen Bedürfnissen, dabei die wichtigsten zuerst:

Im Moment, wo dies geschrieben wird, können Sie das Pre-Release Nummer 34 (ftp.skolelinux.no/skolelinux-cd) von Linux für Schulen herunterladen. Der Build und Distributionsserver ist vin IBM ausgeliehen und die Universität von Oslo hostet die Maschine. Für norwegische Verhältnisse ist dies das Zentrum des Universums. Wir stellen alle 6 Stunden ein neues Image zusammen und wir verlangen von den build scripts so glatt wie möglich abzulaufen.

Das Projekt Linux für Schulen hat zwei Gruppen von Ingenieursstudenten gewinnen können, die in ihrem letzten Ausbildungsjahr sind. Die beginnen nun damit, uns bei der Entwicklung zu helfen und die Dienste zu konfigurieren, die in der Distribution enthalten sind. Sie tun dies als Teil ihrer Hauptaufgabe und bekommen für ihre Arbeit für Linux in der Schule eine Anerkennung in ihrer Ausbildung. Weitere Gruppen werden gebildet. Es gibt jetzt drei Orte zusätzlichzu denjenigen, die ihre Arbeit an ihrem PC zuhause oder bei der Arbeit erledigen. Es sind Gruppen gebildet in Oslo, Trondheim und Bodø. Wir haben auch dänische undschwedische Gruppen gegründet. Die dänischen Entwickler waren die aktivsten in der hoffentlich wachsenden nordischen Bemühung (http://www.gnuskole.dk).

Das Projekt wurde jedem IT-Manager in den verschiedenen Regionen von Norwegen vorestellt. Einige der Regionen hatten mehr als eine Präsentation und holen sich Rat betüglich der richtigen IT Strategie bei Mitarbeitern des Projektes. Drei oder vier der Regionen benutzen Linux Server als Hauptplattform und Backbone in ihrem Hochschul Netzwerk. Weitere Schulen testen Linux als die erste Desktop-Lösung und andere sind mit Glück migriert, aber nicht ohne Schwierigkeiten. Das Linux für Schulen Projekt kooperiert mit der Bjerke Primar und Sekundarschule als Testschule. Wir arbeiten auch mit der Høle Primar und Sekundarschule und dem Projekt "Norwegisch in der IT-Ausbildung", welches mit 500.000 NOK von der Abteilung für das Bildungswesen gefördert wurde. Dieses Projekt hat gute Beziehungen zu den norwegischen Kommunen. Das Linux für Schulen Projekt wird so gut bekannt im norwegischen Bildungssystem.

Es weniger als drei Monate gedauert, bis wir Anlaufuntersrützung vom der norwegischen Bildungsbehörde bekommen haben. Wir arbeiten Tag und Nacht und gewinnen jede Woche mehr Kraft dadurch, dass immermehr Leute am Projekt mitarbeiten. Wir sind mehr als 50 Entwickler, Übersetzer und Texter und 6 - 7 Leute koordinieren die Anstrengungen Unterstützung bei der Sprache, bei der einfachen Installation und einem Netzwerkes aus der Tüte, voreingestellt für Thin Client, Arbeitsstation und Server. Ist das was für Sie? Besuchen Sie unsere Entwicklerseite: ( http://developer.skolelinux.no/index.html.en).

Knut Yrvin - 13. january 2001 - elected project leader. Kurt Gramlich - übersetzt am 15.12.2003